Český Sen (CZ/2004)

Vít Klusák und Filip Remunda, 2004, 84min

Stell dir vor, es ist Hypermarkteröffnung und alle gehen hin – nur um dann feststellen zu müssen: Es war alles nur Fake! Einem Volksauflauf gleich warten über 3000 Menschen mit Plastiktüten bewaffnet am 31. Mai 2003 ein paar Minuten vor zehn auf einem abgelegenen Parkplatz, dass sich die Pforten des vermeintlich neuen Einkaufszentrums öffnen, legen die 300 Meter zum „Eingang“ zurück… und sehen sich einer riesigen Filmdekoration gegenüber.

Dokumentarfilmer, die sich selbst in Szene setzen und damit anfeindbar machen, sind seit Michael Moore stark im Kommen. Während Morgan Spurlock mit SUPERSIZE ME sich (kinotechnisch) erfolgreich in einem Selbstversuch einen Monat lang dem US-Fast-Food aussetzte, geben sich die tschechischen Regisseure Vit Klusák und Filip Remunda als Manager eines neuen Hypermarktes aus, der in Wirklichkeit aber nie gebaut wird.

Auf die Schippe genommen wird in „Český Sen“ (Der tschechische Traum) weniger der vermeintlich naive Bürger, sondern der kapitalistische Wahnsinn, der inzwischen auch in Osteuropa seinen Fuß fest in der Tür hat. Diese „Documentary Hyper-Comedy“ zeigt, wie einfach es ist, das Interesse der Leute zu wecken, einen riesigen Medienrummel zu verursachen für etwas, das gar nicht existiert.

http://www.czech-dream.com

 

>> Mo. 02.10.2006 – 20.00 Uhr @ Forum Stadtpark